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Stand vom 27.01..2012
Bezirkssekretariat:
Im KAB - Lädchen
Doorner Straße 50
63456 Hanau Steinheim
Tel.: 06181 / 4285509
E_Mail:
KAB-Main-Rodgau@t-online.de
irmgard.a.braun@gmx.de
Alois.Kunz.M@t-online.de
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Presse
und Öffentlichkeitsarbeit der KAB - Main - Rodgau
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Ferdinand Puhe |
Weiterhin soziale
Schieflage.
Nun herrscht endlich Klarheit, wenn auch eine sehr
bittere. Viele hundert Mitarbeiter bei manroland verlieren ihren
Arbeitsplatz. Der vorübergehende „Aufenthalt“ in einer
Auffang-Gesellschaft reduziert nicht die Ängste und Sorgen der
Betroffenen. Und wieder sind auch Managementfehler die Ursache für die
Schieflage des Unternehmens. Und wieder muss der „kleine Mann“ alles
ausbaden. Und wieder haben die Eigner des Unternehmens kläglich versagt.
So sieht „Kapitalismus pur“ aus – eine hässliche Fratze. Unsere Gedanken
sind bei den betroffenen Arbeitnehmern und ihren Familien.
Am Anfang des neuen Jahres sollten wir uns bewusst machen, was in der
Sozial- und Arbeitsmarktpolitik dringend notwendig ist, was von der
Politik abgearbeitet werden muss:
Beunruhigend ist die ständige Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse wie....
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Von Peter Schulte-Holtey |
Warnung vor
Burnout
Einfach
abschalten
Hartnäckig hält sich ja die Annahme, Arbeitnehmer
müssten jederzeit erreichbar sein, wenn sie ein, Dienst-Blackberry oder
-Mobiltelefon besitzen. Dem Betriebsrat bei Volkswagen geht das - mit
Blick auf die Burnout-Debatte - zu weit. Er hat erwirkt, dass künftig
nach Feierabend die E-Mail-Funktion abgeschaltet wird.
Eine Idee, die Nachahmer sucht.
....
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Siegfried J. Michel |
Arme und kürzere
Lebensdauer
Fakten nicht zu
übersehen
Statistiken haben es so an sich: Man kann trefflich
über deren Aussagekraft streiten. Und die jüngste Zahlenerhebung der
Rentenversicherung schlägt hohe Wellen. Die Aussage: Geringverdiener
wurden im Jahr 2001 noch durchschnittlich 77,5 Jahre alt, 2010 waren es
nur noch 75,5 Jahre. Dass der Bundesregierung solche Zahlen gar nicht
ins Konzept passen und sie deshalb abwiegelt, ist völlig klar. Von
"einer statistischen Auffälligkeit" in einer Sonderauswertung ist die
Rede - und von einer falschen Interpretation....
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Ferdinand Puhe
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Arm und Reich – die Kluft vergrößert sich
Zunächst eine Anmerkung zur Insolvenz bei
manroland und ihren bitteren Folgen. Die gleichen Schwierigkeiten
wie in Augsburg und Offenbach hatte vor etwa zwei Jahren ein
Druckmaschinen-Hersteller in Heidelberg, ebenfalls eine weltbekannte
Marke. Die Fälle mögen nicht ganz gleich gelagert sein. Tatsache ist
aber, dass die Branche schwer zu kämpfen hat. Einerseits hat sich die
Werbung von den Printmedien mehr auf Internet und Fernsehen verlagert.
Es wird also weniger gedruckt. Andererseits ist der Wettbewerb auf dem
Markt der Druckmaschinen härter geworden. Dennoch ist festzustellen,
dass der Rückzug der Kapitaleigner bzw. die Verweigerung eines
Überbrückungskredits wieder einmal die hässliche Fratze des Kapitalismus
aufscheinen lässt. In früheren Zeiten haben sich die Eigner mit
geringeren Verzinsungen zufrieden gegeben, nur um Arbeitsplätze zu
erhalten, um das Wissen und Können langjährig beschäftigter Mitarbeiter
nicht zu verlieren. Aber das ist wohl Geschichte?! Unsere Gedanken sind
bei den Mitarbeitern und ihren Familien und wir hoffen auf einen
Fortbestand des traditionsreichen Unternehmens – vielleicht besser nicht
unter dem Dach einer nur gewinnorientierten Versicherung.
In allen Tageszeitungen der letzten zehn Tage war – je nach politischer
Einstellung an mehr oder weniger hervorstechender Stelle – das Ergebnis
einer OECD-Studie vorgestellt worden. Danach ist die Kluft zwischen Arm
und Reich in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren erheblich größer
geworden als in anderen Industrienationen. So verdienten die 10 Prozent
der Deutschen ...
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Das Ende des Jobwunders?
Bankenbeben, Energiewende, Euro-Krise: Die
Probleme einzelner Branchen und eine
weltweite Konjunkturabkühlung sorgen für Alarmstimmung am Arbeitsmarkt.
Aktionäre
freuen sich auf Rekorddividenden, viele Arbeitnehmer indes fürchten um
ihre Jobs.
Deutschland, das geteilte
Land: Viele Industriekonzerne
werden im Frühjahr
ihren Aktionären Rekorddividenden
überweisen, weil sie
2011 so viel verdient haben wie selten
zuvor. Allein bei den drei Autobauern
BMW, Daimler und VW werden
es wohl 20 Milliarden Euro sein.
Doch gleichzeitig bereiten sich die
Unternehmen auf den Abschwung
vor, denn die Schuldenkrise erfasst
die Realwirtschaft. Über dem Arbeitsmarkt braut sich ein Unwetter ...
Quelle: Handesblatt - DIE WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG ... wenn
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Ferdinand Puhe |
Mindestlohn –
Lohnuntergrenze
Nun hat auch die CDU das für sie so schwierige Wort
„Lohnuntergrenze“ ins politische Spiel gebracht. Gemeint ist der von
vielen Seiten seit langer Zeit geforderte Mindestlohn. Dieser Begriff
war für die kapital- und arbeitgebernahe Partei stets mit einem „Pfui“,
einem Makel behaftet. An diesem Tabu hatte sich der Arbeitnehmerflügel
(CDA) bisher „die Zähne ausgebissen“. Nun scheint es einer Mehrheit in
der CDU geboten, Volkesstimme nicht mehr zu überhören und auf den Zug
aufzuspringen, wenn auch gegen heftigen Gegenwind aus dem starken
rechten Lager. ..
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KAB ehrte Irmgard
Braun
25 Jahre KAB Bezirksvorsitzende Main-Rodgau
Dekan Dieter Bockholt, Bezirkspräses der KAB
Main-Rodgau, ehrte Irmgard Annemarie Braun im Bezirksausschuss, am
Mittwoch (31. August) in Klein Auheim für 25 Jahre Bezirksvorsitzende
und ihre besonderen Verdienste. Dekan Bockholt überreichte der Jubilarin
die Urkunde, ein kleines Präsent und einen Sonnenblumenstrauß. Im März
1986 wurde Irmgard A. Braun, als Nachfolgerin von Josef Neuberger, für
den KAB Bezirk Main-Rodgau gewählt. Neben dem Bezirk Main-Rodgau, bilden
der Bezirk Bergstraße und ...
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Ferdinand Puhe |
Rentenniveau wird
weiter sinken!
Dennoch Erhöhung des Rentenalters?
In der Regierungskoalition kursieren Überlegungen,
das Renteneintrittsalter von 67 auf 69 Jahre zu erhöhen. Vor dem
Hintergrund einerseits der steigenden Altersarmut und andererseits der
hohen Arbeitslosenquote bei älteren Arbeitnehmern erscheint das Vorhaben
als geradezu wahnwitzig.
Die längere Dauer der Lebensarbeitszeit hat bereits
dazu geführt, dass jungen Menschen der Eintritt ins Berufsleben
erschwert wird, da passende Arbeitsplätze durch ältere Arbeitnehmer
blockiert sind. Auf der anderen Seite wollen Arbeitgeber aber gern die
teureren Altgedienten aus dem Berufsleben drängen. Diese sind dann auf
Hartz-IV verwiesen, mit der Folge einer zu niedrigen Altersrente. Würde
jetzt die Lebensarbeitszeit noch weiter angehoben, sinkt das spätere
Renteneinkommen noch weiter ab. Die Altersarmut ist vorprogrammiert!...
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Warnung vor Altersarmut
Viel zu tun auf Großbaustelle
von Peter Schulte-Holtey
Die Einschätzung des Bundesarbeitsministeriums, es gebe akut keine Altersarmut,
ist falsch. Das können auch die Tafeln, die inzwischen viele tausend Menschen in
Deutschland mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgen, bestätigen. Dass die Zahl
der über 6S-Jährigen, die staatliche Grundsicherung erhalten, rasant steigt, ist
ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf gestiegene Bedürftigkeit.
Und es könnten bald sogar Millionen
Bundesbürger betroffen sein. Denn die Lohnarmut von heute droht zur Altersarmut
von morgen zu werden....
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Debatte über
Sonntagsarbeit
Bedenkliche Entwicklung
von Petra Wettlaufer-Pohl
Eines vorweg: Hessens Sozialminister
Stefan Grüttner ist nicht die Speerspitze derer. die den Sonntag entweihen -
ähnliche Verordnungen gibt es schon in der ganzen Republik. Dennoch sind
Bedenken nicht vom Tisch zu wischen. Wenn zu denen. die ohnehin schon sonntags
arbeiten müssen, vermehrt ganze Branchen ohne Ausnahmegenehmigung hinzu kommen.
stellt sich die Frage. ob Sonntagsarbeit nicht bald zur Regel wird - mit all den
Folgen für die Arbeitnehmerrechte. ...
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Ferdinand Puhe
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Jugendliche und Frauen benachteiligt
Arbeitnehmer, die vom Lohn nicht leben
können
Erschreckt und irritiert blicken
wir in diesen Tagen auf das Geschehen in London und anderen britischen
Städten. Krawalle, heftige Ausschreitungen mit Verletzten, Brand und
Raub erschüttern die Öffentlichkeit – nicht nur in England. Schnell sind
wir geneigt, moralische Urteile zu fällen oder gar den zurückhaltenden
Einsatz der Polizei zu kritisieren.
Aber schauen wir doch mal auf
die „Kehrseite der Medaille“, auf die verursachenden Hintergründe für
das schreckliche Geschehen. Da gibt es (zu viele!) junge Menschen, die
in sich auflösenden Familien leben, die schlecht ausgebildet sind, die
keine Arbeit haben und schon gar keine positiven Lebensaussichten. Der
Dauerfrust und wohl auch der Neid auf die Bessergestellten führt zu
wachsender Wut und Zerstörungssucht. Eine Spirale der Gewalt ist
entstanden, die kaum zu stoppen ist.
Beobachten wir nicht auch in
unserem Land seit langer Zeit ein Anwachsen der Anzahl von Jugendlichen,
die genötigt sind, unter ähnlichen Bedingungen zu leben wie die
revoltierenden Jungen in England? Gibt es nicht auch hierzulande eine
wachsende Zahl von ...
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Ketteler Gedenken
mit Gottesdienst und Begegnungsfest
Wie jedes Jahr am 13.07. trafen sich auf Einladung der Kath.
Arbeitnehmer Bewegung auch diesmal wieder Christen, die sich in der
Nachfolge der Soziallehre Wilhelm Emmanuels von Kettelers sehen, zu
einem Gedenk-Gottesdienst anlässlich seines Todestages. Der Ostchor des
Doms zu Mainz,...
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Miteinander die Last des Lebens tragen
10. KAB-Kettelerwallfahrt zur Liebfrauenheide mit
Weihbischof Karlheinz Diez
Dr.
Andreas Weider
Klein-Krotzenburg (aw). Zur 10. Kettelerwallfahrt hatte der
KAB-Bezirksverband Main-Rodgau auf die Liebfrauenheide bei
Klein-Krotzenburg eingeladen. Im Gedenken an den 200. Geburtstag von
Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler forderte der Fuldaer Weihbischof
Karlheinz Diez die KAB-Mitglieder auf, miteinander die Last des Lebens
zu tragen. „Sozialbischof“ Ketteler habe die Menschen angeleitet, „in
der rechten Weise aus der Gottes- und Nächstenliebe zu leben und um
sozial-caritative Gesinnung zu beten“, zeigte Diez auf, ...
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Gesunkene
Realeinkommen, allgemeine Mindestlöhne, reduzierte Förderung von
Langzeit-Arbeitslosen
Zwar „brummt“ die
Wirtschaft wieder, leider aber nicht die Löhne. Die Tarifgehälter werden
auch in diesem Jahr nur geringfügig ansteigen. Und da die
Verbraucherpreise deutlich ansteigen, werden am Ende Reallohn-Verluste
für die Arbeitnehmer eintreten.
Tatsächlich sind – auch nach Meinung von Wirtschafts-Sachverständigen –
die Anhebungen der Tariflöhne in den diversen Branchen zu niedrig und
entsprechen nicht wirtschaftlichen Erfolgen in den meisten Unternehmen.
Tarifabschlüsse von bis mindestens 3,5 Prozent wären angemessen. Selbst
die Mitarbeiter in der Chemischen Industrie, die mächtig boomt, erhalten
nur rund zwei Prozent. Das ergibt bei Einberechnung des
Kaufkraftverlustes ein sattes Minus in der Haushaltskasse. Sind die
Arbeitnehmer nur dazu da, den Kapitalgebern die Verzinsung noch weiter
zu erhöhen? Das ist schlicht ungerecht und nicht hinnehmbar!...
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Ferdinand Puhe |
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Ferdinand Puhe |
Minijobber,
Leiharbeiter, Mindestlohn.
Seit vielen Jahrzehnten gedenken
wir am „Tag der Arbeit“ der im Arbeitsleben stehenden Mitbürger, wobei
wir sicher auch die Hausfrauen einschließen müssen. Der 1. Mai ist aber
nicht nur ein Feiertag. Ersoll uns vielmehr an die vielen noch offenen
Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erinnern, deren
Erfüllung genau so lange auf sich warten lässt wie dieser Tag gefeiert
wird. Immer noch ist die Arbeitswelt keine heile Welt. Immer noch sind
u. a. Chancengleichheit, gerechter Lohn (der auch Gewinnbeteiligung
einschließen muss!), Arbeitsplatzsicherheit, familienfreundliche
Arbeitszeiten nicht befriedigend geregelt. Ja, manche lange erkämpfte
Errungenschaften wurden inzwischen wieder zurückgenommen, so z. B. die
paritätische Finanzierung der Krankenversicherung.
Beängstigend ist eine dpa-Meldung dieser Tage, wonach immer mehr
Menschen als Minijobber arbeiten. Seit Herbst 2003 ist ihre Zahl um 27
Prozent gestiegen. Während im Herbst 2003 noch 5,75 Millionen Männer und
Frauen „geringfügig beschäftigt“ waren, sind es sieben Jahre später 7,3
Millionen. Das bedeutet, ...
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Personalkarussell der Barmer
Vertrauen schwindet
Patienten und Versicherte können
sich über die Personalpolitik der Krankenkasse Barmer-GEK nur wundern -
und ärgern: Erst wurde bekannt, dass Birgit Fischer, Vorstandschefin der
Kasse und frühere SPD-Landesgesundheitsministerin, ins Amt der
Chef-Lobbyistin der Arzneimittelindustrie wechselt. Ein Schritt, der auf
große Verwunderung stößt; die linke Sozialdemokratin hatte ja zuletzt
die Klientelpolitik der Regierung zugunsten der Industrie gegeißelt.
Jetzt folgt der nächste "Posten-Hammer": ...
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Ein Streik, der weh tut
Die im Verband GDL
zusammengeschlossenen Lokführer veranstalteten in den vergangenen Tagen
Warnstreiks zur Durchsetzung ihrer Forderungen. Dabei geht es einerseits
um eine Gehaltserhöhung und andererseits um die Gleichbehandlung der bei
privaten Eisenbahnunternehmen beschäftigten Lokführern mit denen der aus
der Bundesbahn hervorgegangenen Deutschen Bahn AG. In einer Urabstimmung
wurden reguläre Streiks beschlossen, die dann auch länger dauern
könnten.
Wir wissen um die große Verantwortung, die auf den Führern von Personen-
und Güterzügen liegt. Das wird uns vor allem dann bewusst, wenn wir von
spektakulären Unfällen erfahren...
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Ferdinand Puhe |
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Ferdinand Puhe |
Katastrophen und Mitgefühl
Mit Entsetzen, Trauer und
Mitgefühl blicken wir in diesen Tagen auf das geradezu unglaubliche
Geschehen in Japan. Das Erdbeben und der darauf folgende Tsunami haben
tausende Menschenleben gefordert, Familien auseinander gerissen,
Wohnhäuser und Fabriken zerstört. Das Land wurde in einen Schockzustand
versetzt – mit noch unabsehbaren Folgen, nicht nur für Japan sondern
auch für die Weltwirtschaft.
Besondere Besorgnis gilt in ganz
Fernost dem Zustand einiger Atomkraftanlagen, die von den Naturgewalten
schwer beschädigt wurden. Wichtiger ist dabei nicht der (wohl
gravierende!) Ausfall von elektrischer Energie sondern der drohende
Supergau einer weit reichenden atomaren Verseuchung, die je ...
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Hilfe für
pflegende Angehörige - Vor Ort handeln
Kein Zweifel: Jeden Tag waschen,
füttern, Essen zubereiten oder einfach da sein in einem 24-Stunden-Job,
da stößt derjenige, der aufopfernd Angehörige pflegt, schnell an seine
Grenzen - und braucht mehr Unterstützung vom Staat und von
Wohlfahrtsverbänden. Beim gestrigen Fachgespräch des "Pflegedialogs" hat
Gesundheitsminister Philipp Rösler zwar viele Verbesserungen
versprochen. Ob er es durchsetzen kann, ist fraglich. Wichtiger sind
jetzt schnelle Veränderungen, die mit kleinen, unbürokratischen
Schritten vor Ort erreicht werden könnten.
So stehen zum Beispiel auch im Rhein-Main-Gebiet viele professionelle
Betreuer, ehrenamtliche Helfer und Pflegedienste bereit, um Pflegende zu
entlasten. Jede Kommune hat ...
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Ferdinand Puhe |
Mehr für
Leiharbeiter oder für Hartz-IVer?
Seit vielen Wochen ringen
Regierung und Opposition zäh und verbissen um eine angemessene Anpassung
der Hartz-IV-Sätze. Jedem Bundesbürger ist klar, dass eine Erhöhung des
Regelsatzes um 5 Euro nicht ausreichend ist. Ist es dann aber die von
SPD und Grünen vorgeschlagene Anhebung um 11 Euro? Wohl auch nicht!
Dazu koppelt die Opposition
ihren Vorschlag an eine gleichzeitige Einführung des Mindestlohns,
zunächst für die Zeitarbeit. Zur Durchsetzung berechtigter sozialer
Forderungen hat die vereinigte Opposition zur Zeit keine andere
Möglichkeit als ...
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Zum Wohle des Klägers
40 Jahre 'lang war Roland Ehm ehrenamtlicher
Richter am Landessozialgericht
Dietzenbach • Er hat von einigen
schweren Schicksalen erfahren müssen. "Manchmal, ja, da musste ich auch
gegen meine Gefühle entscheiden", sagt Roland Ehm. Doch Emotionen darf
ein Richter öffentlich nicht zeigen, auch nicht ein ehrenamtlicher. Und
genau das war Roland Ehm 40 Jahre lang: Richter mit (fast) allen
Kompetenzen, ohne dafür jedoch Gehalt bekommen zu haben. Zunächst
unterstützte der heute 70-Jährige am Frankfurter Sozialgericht seine
...
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Ferdinand Puhe
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Erwartungen an
das neue Jahr.
Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in 2011.
Kürzlich war in der Presse –
fast versteckt und kaum auffällig – zu lesen, dass in Sachen sozialer
Gerechtigkeit Deutschland in einem Ländervergleich nur im Mittelfeld
angesiedelt ist. Vor dem Hintergrund eines hohen Bruttosozialprodukts
und anhaltend guter Wirtschaftszahlen ist eine solche Feststellung
unbegreiflich und alarmierend. Die derzeitige Bundesregierung mit ihrer
neoliberalen Grundhaltung scheint kaum in der Lage, daran etwas zu
ändern. Auch in der EU hat das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut
und sozialer Ausgrenzung (2010) nicht einmal ansatzweise zu
strukturellen Veränderungen geführt, ...
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Liebe verantwortliche Politiker, Sie sehen, dass es viel zu tun gibt.
Packen Sie es endlich an! Die Menschen unseres Landes – und damit Ihre
Wähler – würden es Ihnen danken.
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Hessen-DGB kämpft für sichere Jobs
Frankfurt (dpa) • Der Kampf gegen unsichere
Beschäftigung ist das zentrale Anliegen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Hessen-Thüringen im Jahr 2011. "Leiharbeiter müssen endlich so bezahlt werden
wie die Stammbelegschaften". sagte DGB-Landeschef Stefan Körzell.
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Sparpaket und Mindestlohn
Natürlich haben die beiden
genannten Begriffe nichts miteinander zutun. Doch sie bestimmen die
politische Diskussion dieser Wochen. Eine Tageszeitung im
Rhein-Main-Gebiet brachte Ende Oktober folgende beiden Themen auf eine
Seite: „Der lockere Umgang der Politiker mit dem Steuergeld“ und
„Sparpaket - Sozialleistungen sind am stärksten betroffen“. Wenn man das
so liest, dann geht dem Mitbürger mit funktionierendem
Gerechtigkeitsgefühl doch „das Messer in der Hosentasche auf“.
Die Liste der unnötigen Ausgaben
(= Geldverschwendung) liest sich wie ein Krimi. Aber die Verursacher
kümmert das anscheinend wenig. Dem Steuerzahler kann man ja beliebig in
die Tasche greifen.
Auch eine andere Gruppe unserer
Gesellschaft kann sich nicht wehren, wenn die Politik sie „misshandelt“,
nämlich die notgedrungen auf Transferleistungen angewiesenen
Mitbürger... wenn
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Ferdinand Puhe
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Ferdinand Puhe |
Leider wenig gute
Nachrichten im Arbeits- und Sozialwesen.
In diesen Tagen bangen wieder
viele deutsche Arbeitnehmer um ihre Jobs. Der an der Bauunternehmung
Hochtief beteiligte spanische Investor will die Gesamtheit der Aktien
übernehmen. Die Beschäftigten befürchten harte Einschnitte – wie immer
bei solchen Fusionen. In Essen, am Hauptsitz der Firma, formiert sich
Wiederstand. Wir denken an die Sorgen der betroffenen Familien...
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Siegfried J. Michel |
Missbrauch bei Leiharbeit
Einen Riegel vorschieben
Mit der Leiharbeit hat sich in
unserem staatlichen und wirtschaftlichen System etwas eingebürgert. was
gewisse Züge einer Kannibalisierung trägt. Mit zuletzt 826 000
Beschäftigten (Stand: Juni 2010) hat die Zeitarbeits-Branche gerade
einen neuen Rekord erreicht. Fakt ist: Die große Mehrheit dieser
Menschen arbeitet zu weit schlechteren Konditionen als das
Stammpersonal. Die Vorteile für die Unternehmen: Sie sparen kräftig bei
den Personalkosten, und sie können z.B. bei schrumpfender Wirtschaft
flexibel - und ohne auf so unbequeme Dinge wie Kündigungsschutz
Rücksicht nehmen zu müssen - ihre Mannschaften den Bedingungen anpassen.
Und der Kannibalisierungs-Effekt? ...
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Ferdinand Puhe |
Leih- und Teilzeitarbeit – der große Schwindel
Nach einer tiefen Talfahrt
erleben wir nun glücklicherweise – auch dank eines vorbildlichen
Verhaltens von Arbeitnehmern und Verbrauchern – den erwünschten
Aufschwung. Den denn ebenso bei den Arbeitsmarktinstrumenten Leih- und
Teilzeit-Arbeit. Ein Glück für Statistiker, denn so sinkt die
Arbeitslosenquote, weil Menschen, die einen vollgültigen Arbeitsplatz
suchen, inzwischen aber in Leih- oder Teilzeitarbeit jobben, als
Beschäftigte verbucht werden (ebenso wie die Ein-Euro-Jobber).
Leih- und Teilzeitarbeit gelten
als prekäre, d. h. unsichere Arbeitsverhältnisse. Einem Leih-Arbeitgeber
liefert sich ein Arbeitnehmer im Regelfall in einer Notsituation aus,
nämlich dann, wenn er keine der Vorbildung entsprechende Arbeitsstelle
findet. Oft arbeitet er dann in Teilzeit. Meist wird aber die
Teilzeitbeschäftigung von Frauen – in geringeren Fällen auch von Männern
– genutzt, um Familie und Beruf „unter einen Hut“ zu bringen - ...
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Siegfried J. Michel
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Niedriglohn -
Aufstockung
Staat wird missbraucht
Das Dementi aus dem
Bundesarbeitsministerium zu den Milliarden-Kosten bei der Niedriglohn -
Aufstockung ist wachsweich und überzeugt nicht. Und ob die Zahlen aus
dem Haus von Ursula von der Leyen diesmal stimmen? Zweifel darf man
hierbei getrost haben, hatte die Behörde sich doch gerade erst bei den
Zahlen zur Erwerbsquote von Älteren nachträglich kräftig korrigieren
müssen. Nur 21,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen gingen 2008 einer
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, hatte ein Sprecher
des Arbeitsministeriums am Mittwoch eingeräumt. ..
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Überholspur
"die Ersten werden die Letzten sein"
Wer bremst, wird ausgebremst.
Bruno Schumacher setzt den Blinker links und überholt. Doch schneller
Fahren heißt nicht gleich früher ankommen... wenn
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Bruno Schumacher |
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Telefonbetrug nimmt drastisch zu
Die Zahl betrügerischer Telefonanrufe nimmt laut der
Süddeutschen Zeitung
drastisch zu. Dies gehe aus einem Bericht der Aufsichtsbehörde für die
Telefonbranche hervor, bei der immer mehr geschädigte Bürger Anzeige
erstatteten. Polizei und Justiz greifen dem Bericht zufolge nur selten
durch. Selbst bei großen Betrugsfällen finde "faktisch keine
Strafverfolgung statt", heißt es darin.
Weiter rüge die Bundesnetzagentur in ihrem Bericht, der dem Blatt vorliege,
dass die Justiz nicht konsequent gegen mutmaßliche Betrüger vorgehe und
stattdessen viele Ermittlungsverfahren "sanktionslos" eingestellt würden.
Dies sei eine "untragbare Situation". Wegen unlauterer Geschäftspraktiken am
Telefon wird die Aufsichtsbehörde laut dem Bericht inzwischen von einer
"Anzeigenflut" empörter Bürger überschwemmt. Von Januar bis April 2010
gingen in Bonn demnach mehr als 66 000 Beschwerden ein. In den ersten vier
Monaten des Vorjahres seien es nur 14 000 Eingaben gewesen.
Der Aufsichtsbehörde zufolge gibt es immer mehr Fälle, bei denen kriminell
agierende Firmen mit Hilfe von Sprachcomputern massenweise Verbraucher
anrufen und ihnen per Bandansage mitteilen, sie hätten ein wertvolles Auto
gewonnen. Um den Gewinn einzulösen, müsse eine 0900-Servicenummer gewählt
werden. Wer das befolge, lande aber in teuren Warteschleifen und werde mit
hohen Telefongebühren belastet. An die Täter komme man meist nicht heran, da
sie oft im Ausland säßen, wo sie Scheinfirmen gegründet hätten. ( dpa)
/ ( hb)
Millionen arbeiten für
Minilöhne
Duisburg (dpa) In Deutschland arbeiten
Millionen Menschen für kleines Geld. Gut eine Million Menschen verdienten 2008
weniger als 5 Euro brutto die Stunde, teilte das Institut Arbeit und
Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg Essen gestern mit. Für einen
Stundenlohn von unter 6 Euro brutto hätten insgesamt sogar gut zwei Millionen
Menschen gearbeitet, heißt es in der Studie des Institutes, aus der zunächst die
"Berliner Zeitung" berichtet hatte...
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Ferdinand Puhe
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Ein kleiner Schritt vorwärts – und viele
zurück
Endlich grünes Licht für den
Mindestlohn in einer wichtigen Branche, im Pflegedienst! Ab dem 1.
August gelten 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro in Ostdeutschland. Bis
Juli 2013 sollen die Sätze um jeweils 25 Cent gesteigert werden. Die FDP
hatte zunächst diese Mindestlöhne bis 2011 befristen wollen, doch dann
setzte sich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen mit ihrer
Vorstellung von gerechtem Lohn durch. Ein Lichtblick auch für andere
Branchen? In diesem Fall war allerdings die Festlegung eines
Mindestlohnes wichtig wegen eines drohenden Lohndumpings wenn ab Mai
2011 die letzten Beschränkungen für eine Arbeitnehmerfreizügigkeit in
der Europäischen Union fallen.
Nachrichten im Bereich „Neue
Belastungen für Arbeitnehmer und Familien“ sind weniger positiv. Die
geplante Gesundheitsreform wäre eine katastrophale Entscheidung gegen
die Belange der Bürger. Mit Recht bezeichnet Michael Sommer, der
DGB-Vorsitzende, diese Planung als „die Axt an die Grundfesten unseres
Sozialstaates gelegt“. Das über einhundert Jahre alte und bewährte
Prinzip ...wenn
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Und die
Kinderlosen sollen dafür zahlen?
Debatte nach CSU-Vorstoß /
Niedrigerer Rentenbeitrag für Eltern gefordert
Quelle: Offenbach Post, vom 11. März 2010
Offenbach • Das sorgt für Zündstoff: Wer
Kinder hat, soll laut Forderungen aus der CSU weniger Rentenversicherung
zahlen und im Alter höhere Bezüge erhalten. Bereits heute wird
Elternschaft in der Rente honoriert. Seit 1992 bekommen (meistens)
Mütter für jedes Kind so viele Rentenpunkte gutgeschrieben, als hätten
sie drei Jahre lang mit einem Durchschnittsverdienst in die Versicherung
einbezahlt. Für vor 1992 geborene Kinder wird jeweils nur ein Jahr gut
geschrieben. Für die bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer
gibt es jede Menge Verbesserungsbedarf. Wie sie der "Passauer Neuen
Presse" sagte, solle für jedes Kind bis zwölf Jahre der Rentenbeitrag
für einen Elternteil um 50 Euro im Monat gesenkt werden. Zusätzlich
sollen Eltern mehr Geld im Alter bekommen. Mit einer Geburtenrate von
1,38 liege Deutschland weit unter dem, was für eine langfristige
Finanzierbarkeit des Rentensystems nötig sei, so die CSU-Politikerin.
"Momentan leisten Familien einen doppelten Beitrag zur
Umlageversicherung: Durch das Kind als zukünftigen Beitragszahler und
durch ihren Rentenbeitrag." ...wenn
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